“Da habt ihr euch ja was Schönes ausgedacht.” So lautet im Augenblick die häufigste Reaktion auf unsere Deklaration. Bei all dem, was andere umherfliegenden Manifeste und Thesen so an Kontroversen hervorwirbeln – mit unserem “schärfen statt glätten” rennen wir offene Türen ein.
Es scheint als fände jeder es gut, wenn wir für mehr Position, mehr Klarheit, mehr Eindeutigkeit eintreten. Und so lautet eigentlich die häufigste Kritik: Was ist den nun das Spannende an dieser Deklaration? Ist das nicht einfach nur banal, überflüssig, gekannt was wir hier schreiben?
Das Interessante an dieser Diskussion, ja, das eigentlich Provokante an unseren Thesen, ist für mich, dass das, was wir fordern, zwar offensichtlich von allen irgendwie für richtig erachtet wird. Dass das aber eben lange noch nicht heißt, dass es so auch gelebt wird.
Im Gegenteil: In großen Teilen unserer Gesellschaft, in Wirtschaft und Politik geht es eben (immer noch) um Verwässerung, um Glattbügeln, um Wegducken – ein Blick in die Zeitung zeigt, dass wir weit davon entfernt sind, durch mutige Pointen Stellung zu beziehen. Das Entpolarisierte dominiert. Es geht nicht um Position, sondern um Lärm. Hysterie ist aber nicht Schärfen. Hysterie ist Verwischen.
Insofern können und sollen unsere Thesen für diejenigen, die hier so eifrig zustimmen, eine Richtschnur sein. Eine Richtschnur an der man ablesen kann, ob das eigene Kommunizieren auch tatsächlich so pointiert, so klar, so meinungsstark ist, wie man es gerne hätte.
Ein Kurswechsel ist ein Kurswechsel ist ein Kurswechsel. Dazu muss man das Rad nicht neu erfinden. Aber man muss das, was man für gut und richtig erachtet hat, auch umsetzen. Und da sind wir allesamt gefordert, mitzuziehen. Unsere Deklaration ist die Richtung. Just do it.




